Probefahrten - Was Sie dazu wissen sollten

Bei Probefahrten steckt der Teufel häufig im Detail. Gerade bei Gebrauchtwagen ist eine Probefahrt unabdingbar. Auch bei Neuwagen ist eine kostenlose Testfahrt vor dem Autokauf üblich. Damit Sie sich auf die ungewohnte Situation als Testfahrer vorbereiten können, finden Sie im ersten Teil eine Checkliste, worauf Sie während der Probefahrt mit ihrem Wunschwagen achten sollten. Im zweiten Teil wird erklärt,  welche Formailtäten es vor Antritt der Testfahrt zu klären gilt.

Machen Sie sich vorher schlau

Probefahrten sind der direkteste und einfachste Weg die Vorzüge und Nachteile von Gebraucht-, Jahres- und Neuwagen herauszufinden. Setzen Sie sich ans Steuer ihres Wunschfahrzeugs und erfahren sie buchstäblich mit den eigenen sechs Sinnen, wo bei einer kostenlosen Ausfahrt mit dem Fahrzeug ihrer Wahl Mängel lauern und wo Stärken liegen. Experten empfehlen, sich im Vorfeld über mögliche bekannte Schwachstellen bei bestimmten Automarken und Automodellen zu informieren, damit bei einer Testfahrt das Fahrzeug darauf untersucht werden kann. Der Dekra-Mängelreport kann hier ein hilfreicher Ratgeber sein.

Holen Sie eine zweite Meinung ein

Neben Qualität und Zustand der Ausstattung, ist es wichtig sich vom subjektiven Fahrgefühl ein Bild zu machen. Damit Sie sich auch von Lenkung, Beschleunigung und Fahrzeugverhalten überzeugen können, sollte Ihre Testfahrt mindestens 15 Minuten dauern und möglichst viele unterschiedliche Streckenabschnitte beinhalten. Eine kurvige Landstraße empfiehlt sich neben Stadtverkehr genauso wie ein etwas längerer Autobahnabschnitt, um sich vom Fahrzeugverhalten auch bei höheren Geschwindigkeiten zu überzeugen. Tipp: Neben Sie einen Bekannten mit oder bitten Sie den Verkäufer zu fahren, damit Sie das Auto auch als Beifahrer oder als Passagier vom Rücksitz inspizieren können. Überprüfen Sie bei einem Gebrauchtwagen nach dem Kaltstart und während der Probefahrt die Abgasentwicklung. Übermäßige Abgasentwicklung (weiß, bläulich, schwarz) kann verschiedene Ursachen haben und sollte auf jeden Fall von einer Werkstatt oder einem KFZ-Sachverständigen untersucht werden. Gleiches gilt auch für andere Mängel oder Auffälligkeiten.

Nehmen Sie sich Zeit für Genauigkeit

Eine Probefahrt sollte, wenn möglich, bei Tageslicht stattfinden und auch bei entsprechend guter Witterung durchgeführt werden. Schalten Sie während einer Testfahrt mit einem Neu- oder Gebrauchtwagen das Radio nur kurz an, um sicherzugehen, dass es funktioniert. Achten Sie während der Fahrt auf auffällige Geräusche, auch im Leerlauf. Handelt es sich um ein manuelles Getriebe, prüfen Sie das Spiel der Schaltbox und vergewissern Sie sich, dass sich alle Gänge problemlos einlegen lassen – Achtung, Rückwärtsgang nicht vergessen. Fahren Sie in verschiedenen Drehzahlbereichen und prüfen Sie den Geradeauslauf des Modells. Fährt der Wagen auf einer ebenen Strecke nicht einwandfrei geradeaus, könnte dies ein Hinweis auf zu viel Spiel in der Lenkung oder eine verstellte Fahrzeugspur sein, die von einem Unfall herrührt. Tipp: Fahren Sie in ein Parkhaus und testen Sie auch die Fahrzeugbeleuchtung. Parken Sie das Fahrzeug auf einer sauberen Oberfläche und prüfen Sie anschließend, ob Öl oder andere Flüssigkeiten austreten.

Erfahren Sie im zweiten Teil, welche Formalitäten vor Antritt einer Testfahrt unbedingt geklärt sein müssen.

 

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