Sprit-Spar-Ratgeber - Die wichtigsten Tipps zum Spritsparen

Den Verbrauch reduzieren und Sprit sparend fahren - das sind nicht erst seit dem letzten Preishoch bei Benzin und Diesel angesagte Tugenden, um Geldbeutel und Umwelt zu schonen. Pkw.de erklärt in einem kurzen Sprit-Spar-Ratgeber, wie man effizient und verbrauchsarm bis zum nächsten Tankstopp fährt.

Sprit sparen: An der Tankstelle fängt es an

Der erste Fehler wird oftmals schon beim Tanken begangen. Verwenden Sie nur Treibstoff mit der für Ihr Fahrzeug notwendigen Oktanzahl. In der Werbung angepriesener Sprit mit höheren Oktanzahlen schadet ihrem Motor zwar genauso wenig, aber der erwartete Effekt einer Leistungssteigerung oder besseren Spriteffizienz bleibt dennoch aus. Lediglich im Geldbeutel dürfte sich die falsch verstandene Fahrzeugliebe bemerkbar machen - Benzin mit höherer Oktanzahl kostet in der Regel zwei bis vier Cent mehr als der Standardtreibstoff. Deshalb gilt: wer Standard tankt, fährt billiger.

Treibstoff versus Muskelkraft, Auto versus Velo

Bevor beim Start des Motors die ersten Liter Benzin in den Brennräumen verpulvert werden, sollte sich ein umweltbewusster Autobesitzer fragen, ob es notwendigerweise das Auto als Fortbewegungsmittel sein muss oder vielleicht doch das Fahrrad. Denn auf Kurzstrecken verbraucht ein kalter Motor rund 40% mehr Treibstoff. Gerade bei schlechtem Wetter bedenken das viele Autofahrer nicht. Die Bequemlichkeit des Autos kommt noch vor der alten Läuferregel „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“. Alternativen zum eigenen PKW sind die öffentlichen Verkehrsmittel oder der Weg zu Fuß.

Wenn´s läuft, dann läuft´s - Auch Bremsen kostet Sprit

Wenn das Auto einmal gestartet wurde, sollte unverzüglich losgefahren werden. Ein „Warmlaufen lassen“ des Motors bringt unterm Strich keinen Spritsparvorteil. Zügiges Anfahren und konstantes Tempo sind die richtigen Mittel, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Ein vorausschauender Fahrstil macht sich sowohl auf Autobahnen und Landstraßen als auch im dichten Stadtverkehr bemerkbar. Vermeiden Sie unnötiges Bremsen und nutzen Sie die Restenergie, um zur nächsten roten Ampel zu rollen, anstatt stark zu beschleunigen und abrupt abzubremsen. Bei längeren Haltezeiten an Bahnübergängen oder im Stau den Motor abstellen und Sprit sparen.

Hoher Gang, niedrige Drehzahlen

Als Faustregel für Benzin sparendes Fahren und einen ökologischen Fahrstil gilt frühes Hochschalten und Fahren im niedrigen Drehzahlbereich. Auch in der Stadt kann bei 50km/h der fünfte Gang gefahren werden. Je geringer die Drehzahl des Motors, desto geringer ist auch der Benzinverbrauch. Halten Sie sich auf der Autobahn an die Richtgeschwindigkeit und vermeiden Sie zu hohe Geschwindigkeiten, um nicht nur den CO2-Ausstoß sondern auch die Treibstoffverbrennung zu reduzieren. Bei zugeschaltetem Tempomat oder einer konstanten Reisegeschwindigkeit lässt sich ebenfalls Sprit sparen. Unterstützend kann die Motorbremse beim Bergabrollen oder Zufahren auf eine rote Ampel genutzt werden - denn auch im Leerlauf verbraucht ein Auto Treibstoff, bei eingelegtem Gang und Motorbremse sinkt der Verbrauch dagegen auf Null.

Mehr Gewicht = mehr Verbrauch

Wer Gewicht reduziert, der reduziert auch den Spritverbrauch. Vermeiden Sie, unnötigen Ballast durch die Gegend zu fahren - der Kanister Wasser ist in wüstenheißer Gegend sinnvoll, ein Ersatzreifen im Gelände mehr als praktisch, in mitteleuropäischen Städten ist beides aber überflüssig. Bedenken Sie auch, dass Aufbauten wie Fahrradgepäckträger oder Transportboxen den Luftwiderstand erhöhen und sich damit vor allem auf längeren Strecken an der Zapfsäule deutlich bemerkbar machen. Ein zu geringer Reifenluftdruck sorgt für mehr Rollwiderstand und schlägt sich ebenfalls spürbar beim Benzinverbrauch nieder. Und zu guter Letzt die Klimaanlage; auch sie verbraucht auf 100 Kilometern rund einen Liter Benzin.

 

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